Motorradhelmpflege – Tipps und Tricks

Motorradhelmpflege – Tipps und Tricks

Erstellt am 18. Mai, 2017 von in Allgemeines, Helme, News & Berichte

Beim Motorradfahren ist man ja bekanntlich vieler Strapazen ausgesetzt. Man ist mit hohen
Geschwindigkeiten unterwegs, schwitzt, oder man selbst beziehungsweise das Gefährt wird
schmutzig. Auf eine gerechte Fahrzeugs-, Equipment-, und vor allem Helmpflege sollte unbedingt
geachtet werden. Dies steigert nämlich nicht nur den Wiederverkaufswert, sondern erhöht auch die
Sicherheit. In diesem Artikel wollen wir auf die Pflege und Instandhaltung des Helms eingehen.

Das Auswählen des richtigen Helmes ist das A und O

Damit das Tragen Ihres Helmes den Fahrspaß so sicher und angenehm wie möglich macht, muss zu
aller erst einmal der richtige Helm ausgewählt werden. Hier sollte man mehrere Aspekte bedenken;
Passform, Zubehör oder ob man selbst eine optische Brille trägt und diese gut unter den Helm passt.
Ganz wichtig ist, dass der Helm der gerade gültigen Helmnorm entspricht, deshalb sollten Sie generell
nur Helme mit eingenähten ECE-Stickern kaufen.

Der Preis ist auch so eine Sache, bei der man sich etwas umsehen kann. Wenn man nicht das neueste Modell haben muss, und auf Replika-Varianten berühmter Rennfahrer verzichten kann, kann man bis zu mehreren hundert Euro sparen.

Mottorradhelm Pflege

Bild: Gisela Peter / pixelio.de

Warum ist das sachgemäße Instandhalten und Reinigen meines Helmes so wichtig?
Ein gut gepflegter Helm trägt erstens zu Ihrer Sicherheit bei und außerdem verlängern Sie dessen
Lebensdauer um ein Vielfaches.

Bei der Helmpflege gibt es nun einige Dinge die Sie beachten sollten:
der Frühling ist im Kommen, und da viele Motorradfahrer Ihr Gefährt plus Schutzkleidung über den
Winter gut verstauen, kramen Sie an den ersten wärmeren Tagen unter Anderem Ihren Helm hervor.
Die richtige Lagerung über den Winter wird hier später noch behandelt; jetzt ist das Überprüfen der
Funktionstüchtigkeit an der Reihe. Der Kinnriemen sollte leicht auf und zu gemacht werden können,
das Visier auf Kratzer überprüft. Bei der Belüftung sollte man sich ansehen, ob Sie nicht durch
Verschmutzungen wie Laub oder Insekten verstopft ist.

Kontrolle, Reinigung und Pflege des Visiers

Es wird empfohlen, zumindest einmal im Jahr das Visier auszubauen und von Grund auf zu reinigen.
Aber Vorsicht, das Visier ist extrem kratzempfindlich. Durch das Ausbauen, kann die Mechanik des
Klappmechanismus mit einem Pinsel gereinigt werden, und man kann sich ebenfalls um die Innenund
Außenseite des Visiers kümmern.

Die Außenseite des Visiers wird am besten mit einem nassen, weichen Tuch und eventuell mildem
Reiniger gereinigt. Halten Sie das Visier bitte nicht unter fließendes Wasser, und benutzen Sie auch
keine Haushaltsreiniger, dadurch könnten Sie Schäden verursachen.

Die Innenseite wischt man am besten mit einem Mikrofasertuch ab. Hier bitte vollkommen auf
Reinigungsmittel verzichten.

Außerdem sollte man sich auch die Belüftung noch einmal genauer ansehen, und sie gegebenenfalls
mit lauwarmen Wasser spülen. Wenn man etwas Talkumpuder auf die Dichtung gibt, hält diese
länger.

Wird Ihr Visier während der Fahrt schmutzig, können Sie sich kompakte Visierreiniger besorgen, und
dazu ein weiches Tuch mitführen. So lassen sich kleinere Verunreinigungen noch während der
Ausfahrt, immer und überall, beseitigen.

Entfernen von Schmutz auf der äußeren Helmschale

Die äußere Helmschale ist ebenso mit Vorsicht zu behandeln. Reinigen Sie sie mit milden
Reinigungsmitteln und einem Handtuch oder einem Stück Küchenrolle. Falls sich auf dem Helm
hartnäckigere Verschmutzungen befinden, empfehlen wir, ein nasses Tuch für eine halbe Stunde auf
der verschmutzten Stelle liegen zu lassen. Nach der Einwirkzeit (man kann auch mildes
Reinigungsmittel dazu geben) sollte sich auch verkrusteter Schmutz leicht und kratzerlos entfernen
lassen.

Waschen und Reinigen des Helminnenpolsters

Bei dem Helminnenpolster kommt es darauf an, ob Sie dieses einfach herausnehmen können. Wenn
dies funktioniert, können Sie es auf niedriger Temperatur und im Schongang in der Waschmaschine
waschen. Sollte das Herausnehmen nicht möglich sein, oder Probleme bereiten, kann man zum
Beispiel speziellen Polsterreiniger benutzen, den man direkt in den Helm sprüht. Dieses ist aber auch
oft sehr teuer. Als sehr kostengünstige Alternative kann man mildes Haarshampoo oder Seifenlaufe
benutzen.

Aber Achtung, die Mittel die man benutzt, mögen zwar vollkommen aufgesaugt werden, und es
bleibt ein schön sauberer Helm, jedoch empfiehlt es sich, den Helm ganz vorsichtig in einem Gefäß
oder Eimer auszuwaschen, da sie chemischen Reinigungsstoffe sonst zu Irritationen oder allergischen
Reaktionen im Kopfbereich führen können.

Ein guter Tipp wäre noch, eine Sturmhaube unter dem Helm zu tragen. Sturmhauben lassen sich viel
leichter von Schweiß, Haarspray oder Make-up Resten reinigen, und das Innenpolster des Helmes
wird geschont.

Trocknen der gewaschenen und gereinigten Teile

Beachten sollte man auch unbedingt, dass alle gereinigten Helmteile gut trocknen können, und auf
keinen Fall noch feucht sind, bevor man den Helm benutzt. Wenn man ihn für den Winter verwahren
möchte, sollte er in einen speziellen Helmbeutel gegeben werden, dieser verhindert nämlich das
verstauben. Bei manchen Helmen ist so ein Beutel beim Kauf inkludiert, sonst kann man so einen in
jedem Fachhandel günstig kaufen. Bitte benutzen Sie auf keinen Fall ein Plastiksackerl zur
Aufbewahrung.

Allgemeine Wartungstipps

Damit der Helm auch auf lange Zeit gesehen seine Schutzfunktion erfüllt, sollte mindestens zweimal
pro Jahr ein Rundum-Check und -putz durchgeführt werden. Generell empfiehlt es sich, alles – nach
längerer nicht-Inbetriebnahme – sehr sorgfältig zu Reinigen und zu inspizieren, und dasselbe zu tun,
wenn man sein Motorrad in den Winterschlaf gibt.

Kontrolle der Funktionstüchtigkeit

Zu aller Letzt, möchten wir Sie noch über etwas sehr Wichtiges aufmerksam machen; kontrollieren
Sie Ihren Helm regelmäßig auf Risse, Löcher oder Dellen. Manchmal kann sogar ein Sturz des Helmes
vom Sessel die Schutzwirkung bei einem Unfall vermindern.

Auf jeden Fall sollten Sie Ihren Helm alle fünf Jahre austauschen. Durch die einfallende UV-Strahlung,
kann der Schutzeffekt abnehmen, und das könnte bei einem Unfall unschöne Konsequenzen haben.
Ebenso sollten Sie auf die Prüfzeichen achten. Ihr Helm sollte nach ECE R 22/04 oder 22/05 verifiziert
sein. Ist er dies nicht, setzen Sie Ihre Gesundheit aufs Spiel, und Ihre Versicherung könnte bei
Unfällen sogar aussteigen.

Mehr Informationen zu diesem Thema findest Du auf: motorradhelm-ratgeber.de

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