Was kostet der Motorradführerschein?

Erstellt am 17. Mrz, 2015 von in Allgemein

Wer noch gar keine Zweiradfahrerlaubnis hat, kann den Führerschein der Klasse A erst mit einem Mindestalter von 24 Jahren absolvieren. Dabei muss mit Kosten zwischen 1000 EUR und 1700 EUR gerechnet werden. Die anfallenden Kosten richten sich natürlich immer auch nach gewählter Fahrschule, sind allerdings stark davon abhängig, wie viele Übungsfahrstunden zu den 12 Pflichtfahrstunden noch hinzukommen bis zum erfolgreichen Bestehen der Fahrprüfung.

Motorradführerschein – Anmeldung und Theorie

Bei der Anmeldung zum Motorradführerschein werden in der Fahrschule üblicherweise zwischen 60 EUR und 200 EUR an Gebühren fällig. Die Übungsmaterialien für den theoretischen Unterricht schlagen mit bis zu 30 EUR zu Buche. Dazu muss ein Sehtest abgelegt werden, der einen festen Preis von 6,43 EUR hat. Ein Erste-Hilfe-Kurs ist ebenso Pflicht, der zwischen 15 EUR und 30 EUR kostet. Die Gebühr für die Vorstellung zur theoretischen Prüfung liegt bei 20 EUR bis 80 EUR, die Prüfungsgebühren beim TÜV betragen zwischen 40 EUR und 50 EUR.

Die Fahrpraxis

Natürlich ist es wichtig, eine entsprechende Fahrpraxis zu erwerben, um die praktische Prüfung letztendlich auch bestehen zu können. Die Pflichtfahrten belaufen sich auf 12 Übungsstunden. Oft werden darüber hinaus jedoch noch zusätzliche Übungsstunden benötigt, um am Ende sicher durch die Prüfung zu kommen. Dabei kann bei den regulären Übungsfahrten mit Kosten zwischen 30 EUR und 45 EUR gerechnet werden, die Sonderfahrten betragen meist zwischen 40 EUR und 60 EUR. Hinzu kommen diverse Gebühren: Gebühr für die Vorstellung zur praktischen Prüfung etwa 80 EUR bis 180 EUR, die TÜV-Gebühr für die praktische Prüfung genau 112,81 EUR. Und schließlich, bei bestandener Führerscheinprüfung, wird auch eine Gebühr für die Ausstellung des Führerscheins in Höhe von 30 EUR bis 50 EUR fällig.

Wer schon einen Führerschein in einer anderen Klasse besitzt

Wer den Führerschein der Klasse A1 besitzt, hat dadurch keine Vorteile. Hier muss der Führerschein Klasse A ganz normal beantragt werden – es gelten dieselben Voraussetzungen wie ohne eine andere Fahrerlaubnisklasse. Anders sieht es bei der Fahrerlaubnis der Klasse A2 aus. Wer diesen 2 Jahre innehat, muss für den Erwerb der Klasse A nur noch eine praktische Prüfung ablegen – die Theorie entfällt jetzt komplett.

Auch wer den Führerschein der Klasse B bereits besitzt, hat sowohl eine theoretische wie auch eine praktische Prüfung abzulegen. Hier muss allerdings nicht mehr an allen Theoriestunden teilgenommen werden. Am praktischen Teil ändert sich hingegen nichts – entsprechend werden dadurch auch die Kosten nicht wesentlich beeinflusst.

Die beste Vorgehensweise ist nach wie vor die, den Auto- und den Motorradführerschein zur gleichen Zeit zu machen. So entfällt zumindest eine Theorieprüfung. Viele Fahrschulen geben in diesem Fall auch einen Rabatt auf die Fahrstunden, was den Preis natürlich erheblich nach unten verändern kann.

Fazit

Es lässt sich somit nicht pauschal sagen, was der Führerschein der Klasse A letztendlich kostet. Dazu sind die Kosten von zu vielen sehr individuellen Faktoren abhängig. Der Standort der Fahrschule spielt dabei natürlich ebenfalls eine Rolle – in der Großstadt ist der Motorradführerschein in der Regel teuerer als in einer Fahrschule in ländlichen Gegenden. Wer bereits Erfahrung mit motorisierten Zweirädern hat, kann jedoch erheblich sparen.

Übrigens: Auch die Kompetenz des Fahrlehrers spielt eine Rolle. Je besser der Fahrlehrer, umso schneller kann es gehen mit dem neuen Motorradführerschein. Und natürlich spielt es eine Rolle, ob der Führerschein schnell durchgezogen wird oder ob sich der Erwerb über Monate hinzieht. Je kürzer der Zeitraum, desto besser, da alle Lerninhalte viel besser behalten werden – und das sowohl bei Theorie als auch beim praktischen Fahrtraining.

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